
Internationale Union der Magistrate
Belgische Abteilung
Die internationale Union der Magistrate wurde 1953 in Salzbourg (Österreich) gegründet. Seit ihrer Gründung befindet sich deren Sitz in Rom (Italien), Palazzo di Giustizia, Piazza Cavour.
Das erste Präsidialkomitee der internationalen Union der Magistrate bestand aus nachstehenden Magistraten:
Laut Statuten hat sich die internationale Union der Magistrate, die keinen politischen oder gewerkschaftlichen Charakter besitzt, nachstehende Punkte zum Ziel gesetzt:
Diese Ziele werden mit den nachstehend aufgeführten Mitteln realisiert:
Die Magistratenvereinigungen nachstender Länder sind seit deren Gründung Mitglied der internationalen Union der Magistrate: Deutschland, österreich, Brasilien, Frankreich, Irland, Italien und Luxemburg.
Belgien wurde rasch eingeladen, an den Aktivitäten der internationalen Union der Magistrate teilzunehmen. Ein Komitee wurde dann gegründet, um den Beitritt Belgien‘s zur internationelen Union der Magistrate zu realisieren.
Die französischen und italienischen Magistrate vertraten in der internationalen Union der Magistrate ihre eigene Vereinigung oder ihr nationales Komitee. Indem die belgischen Magistrate keine nationale Vereinigung besaßen, konnte der Beitritt Belgien‘s zur internationalen Union der Magistrate nur im Rahmen eines individuellen Beitritts der Magistrate zustandekommen.
Diese Beobachtungen wurden dem Präsidenten der internationalen Union der Magistrate zur Kenntnis gebracht. Im Monat Februar 1956 wurde die belgische Sektion der internationalen Union der Magistrate gegründet. Seitdem hat diese Sektion ständig innerhalb der internationalen Union der Magistrate aktiv mitbewirkt.
Die belgische Sektion wurde durch folgende Magistrate gegründet:
Folgende Magistrate haben den Vorsitz der belgischen Sektion nacheinander gehabt:
Im Augenblick führt Frau Viviane Lebe-Dessard, Gerichtsrätin am Arbeitsgerichtshof Lüttich, den Vorsitz dieser Sektion.
Seit ihrer Gründung hat sich die internationale Union der Magistrate ständig entwickelt.
Sie fasst zur Zeit Magistrate aus 69 Ländern aller Kontitente zusammen. Diese Erweiterung führte zur Bildung von regionalen Gruppen.
Die europäische Gruppe, genauer gesagt die europäische Vereinigung der Magistrate, enthält Magistrate aus 37 Ländern; folgende Länder sind hinzugekommen:
Die internationale Gruppe der Magistrate hat eine beachtliche Studienarbeit geleistet. Drei Studienkommissionen wurden von Anfang an gegründet, die sichjeweils mit der Problematik der Gerichtsorganisation, dem Statut der Magistrate, dem Zivilrecht und dem Zivilverfahren und schließlich dem Strafrecht und dem Strafverfahren befasst haben. Auf Betreiben der belgischen Sektion ist eine vierte Studienkommission hinzugekommen, die sich mit dem Sozial- und dem Verwaltungsrecht befasst.
Die Achtung der internationalen Union der Magistrate gegenüber der belgischen Sektion wird dadurch bestätigt, dass der Vorsitz der Studienkommissionen belgischen Magistraten oft anvertraut wurde:
Beim Kongreß der internationalen Union der Magistrate in Nizza (Frankreich) vom 4 bis zum 6 octobre 1972, hatte Alphonse de Vreese den Vorsitz des Quollokiums über "die Adaptation der gerichtlichen Strukturen in Bezug auf das moderne Strafrecht".
Zwischen dem 6. Oktober 1974 und dem 16. Oktober 1976 übte Alphonse de Vreese die Funktion als Präsident der internationalen Union der Magistrate aus, welche davor zwischen dem 13. Juni 1963 bis zum 15. Oktober 1965 Herrn Frédéric Dumont anvertraut wurde. Herr Louis Denecker hat seinerseits die Funktion als Vize-Präsident der internationalen Union der Magistrate zwischen Oktober 1999 und Oktober 2004 ausgeübt.
Die belgische Sektion der internationalen Union der Magistrate ist innerhalb dereuropäischen Regionalgruppe sehr geschätzt. Sie wurde als Verbingungsorgan der Vereinigung der europäischen Magistrate mit der europäischen Union bezeichnet. Sie nimmt als Expert an zahlreichen juristischen Arbeiten teil.
über die Verbindungsmagistrate der internationalen Union der Magistrate bei den Vereinten Nationen in New York und in Genf hat die belgische Sektion regelmäßig im Rahmen der Achtung der Menschenrechte Arbeit geleistet. Außerdem nimmt sie an die Gründung eines Gerichtshofs, der für die Menschenrechte und die Bevölkerungen in Ouagadougou (Burkina-Faso) zuständig ist, teil.
Die belgische Sektion der internationalen Union der Magistrate trägt ebenfalls zu den Arbeiten der "Fundation Justicia in el Mundo" bei. Diese Stiftung est das Organ der internationalen Union der Magistrate im Bereich der Studie und der Recherchen. Ihr Sitz befindet sich in Alicante (Spanien). Sie veröffentlicht regelmäßig Bücher über Vergleichsrechte und kümmert sich um die Bildung der Magistrate.